Mit dem Integrativen Versorgungsmodell Hamburg planen die BG Kliniken und das BG Klinikum Hamburg in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) und der Freien und Hansestadt Hamburg eines der bedeutendsten Krankenhausbauprojekte in deutschsprachigen Raum.
In Bergedorf und Eppendorf sollen zwei neue Klinikgebäude errichtet werden, die räumlich rund 20 Kilometer voneinander entfernt liegen, medizinisch und organisatorisch jedoch als ein gemeinsames Krankenhaus funktionieren.
Am Standort Eppendorf soll ein hoch spezialisierter Akutstandort für die Versorgung schwer- und schwerstverletzte Menschen entstehen. In Bergedorf wird ein neuer Klinikcampus geplant, der Akutmedizin, Rehabilitation und weiterführende Versorgungsangebote miteinander verbindet. Gemeinsam bilden beide Standorte dann eine durchgängige Behandlungskette – von der Akutversorgung über die Rehabilitation bis hin zur langfristigen Nachsorge und Wiedereingliederung.
Mit den geplanten Neubauten wollen die BG Kliniken die baulichen Voraussetzungen für eine moderne und zukunftsfähige Patientenversorgung schaffen. Die Gebäude werden so gedacht, dass sie flexibel auf neue medizinische Entwicklungen, technologische Innovationen und veränderte gesellschaftliche Anforderungen reagieren können. Damit entstehen nach Realisierung leistungsfähige Klinikstandorte, die auch langfristig den hohen Ansprüchen an Qualität, Effizienz und Versorgungssicherheit gerecht werden sollen.
Innovativ und partnerschaftlich bauen durch Integrierte Projektabwicklung (IPA)
Für die Umsetzung der beiden Klinikneubauten setzen die BG Kliniken auf die Integrierte Projektabwicklung (IPA). Dieses moderne Projektmodell basiert auf einer engen und frühzeitigen Zusammenarbeit aller Beteiligten. Bauherr, Planende und ausführende Unternehmen entwickeln Lösungen von Beginn an gemeinsam, treffen Entscheidungen partnerschaftlich und verfolgen ein gemeinsames Projektziel.
Der Bauherr ist dabei nicht nur Besteller einer Leistung, sondern aktiver Partner auf Augenhöhe. Anders als bei klassischen Bauprojekten, bei denen die einzelnen Projektbeteiligten häufig nacheinander eingebunden werden, setzt IPA auf ein integriertes Vorgehen. Fachwissen aus Planung und Ausführung fließt bereits in frühen Projektphasen zusammen. So können Herausforderungen früh erkannt, Konflikte vermieden und tragfähige Lösungen entwickelt werden, bevor sie auf der Baustelle zu Verzögerungen oder Mehrkosten führen.
Die BG Kliniken wollen mit diesem Vorgehen einen neuen Weg des Bauens beschreiten. Damit verbunden ist der Anspruch, Verantwortung gemeinsam zu übernehmen, transparent zusammenzuarbeiten und die jeweils beste Lösung für das Gesamtprojekt in den Mittelpunkt zu stellen. Das schafft die Grundlage für hohe Qualität, verlässliche Prozesse und nachhaltige Projekterfolge.
Die Allianzpartner
Die Umsetzung eines Projekts dieser Größenordnung erfordert starke Partner mit unterschiedlichen Kompetenzen. Deshalb sollen bis zum Spätsommer 2027 die Allianzpartner für die Planung und Realisierung des neuen Klinikcampus in Bergedorf ausgewählt werden. Vorgesehen sind fünf Partnerunternehmen aus den Bereichen Architektur, Technische Ausrüstung, Baumeisterleistungen sowie zwei Gewerke der technischen Ausführung.
Gemeinsam mit den BG Kliniken als Bauherrn bilden sie die künftige Projektallianz. Mit der Unterzeichnung des Mehrparteienvertrags Ende 2027 soll die partnerschaftliche Zusammenarbeit verbindlich geregelt und die gemeinsame Projektphase startet sein.
Gesucht werden Unternehmen, die den Gedanken der Integrierten Projektabwicklung mittragen, Verantwortung übernehmen und ihre Expertise in die Entwicklung der bestmöglichen Gesamtlösung einbringen. Offenheit, Transparenz und die Bereitschaft zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit sind dabei ebenso entscheidend wie technische und planerische Kompetenz.